Donnerstag, 7. Juni 2018

Energiearbeit bei psychisch labilen Menschen


Energiearbeiten bei Psychisch Kranken




Ich kann hier nur sagen:

Vorsicht!!!   Vorsicht!!!   Vorsicht!!!

Diesen Block hier schreibe ich, weil es einen aktuellen Anlass gab in der letzten Zeit.
Ich wurde in die Problematik intensiv eingebunden, da ich den Kunden auch in der Lebensberatung betreue, aber nur mit aufbauenden Worten und Anregungen für sein Leben.
Ich habe immer abgelehnt, bei psychisch Kranken und vor allem dort Menschen, die unter entsprechenden Medikamenten stehen oder wo es eine Psychische Diagnose gibt, jegliche Form von Energiearbeiten zu machen.

Ganz gleich, ob es Reiki, Healing, Reinigungsarbeiten sind, es gilt für jede Form von Energiearbeiten.

Alle alternativen Energie arbeiten lösen zunächst einen so genannten Erstverschlimmerungseffekt aus.

Im Normalfall ist der ja auch gewünscht, wie eben in der Homöopathie auch, damit das Grundthema ins Bewusstsein kommt und bearbeitet werden kann.

Nur eben, bei psychisch Kranken, ganz gleich um welche Erkrankung es sich handelt ist darauf zu verzichten, vor allem bei Fernbehandlungen oder am Telefon.
Wir wissen nicht, wen wir am Telefon haben oder wer uns den Auftrag gegeben hat. In den seltensten Fällen erzählt der Auftraggeber uns von vorne weg, das er psychisch krank ist.

Hier ist es notwendig, bevor man eine Energiearbeit beginnt, sich Informationen einzuholen vom Ratsuchenden.

Fragen wie?

-          Warst du schon mal in einer Therapie?

-          -Wenn ja, weswegen?

-          Nimmst du irgendwelche Medikamente?

-          -Wenn ja welche?

-          Und wie fühlst Du dich gerade jetzt?

-          Was möchtest du mit der Energiearbeit erreichen/ bewirken?

Schon diese paar Fragen lassen uns erkennen, ob eine Erkrankung vorliegt, wo es sinnvoller ist, lieber mit motivierenden Worten zu agieren, anstatt mit einer Energiearbeit Schaden anzurichten.
Anlass zu diesen Worten gab ein Erlebnis in den letzten Wochen.

Ein Ratsuchender/Kunde hatte bei einer Lebensberaterin eine „Chakrenreinigung“ machen lassen. Das ist jetzt 3 Monate her

Ich wunderte mich nur, das er seit einiger Zeit, ich beschreibe es mal mit normalen Worten „völlig durch den Wind“ war.

Er konnte nicht mehr schlafen, konnte seine Gedanken „Reizüberflutung nicht mehr unterbinden, seine Gedanken kreisten nur noch durch seinen Kopf.

Da ich ihn ja auch betreute, wußte ich aus den Kontakten, er erzählte mir ja alles, dass diese Chakrenreinigung ein Thema hochgeholt hatte, was sich jetzt belastend für ihn auswirkte. Ihm kreisten nur noch Psalmen durch den Kopf und er war nicht mehr in der Lage, das abzuschalten.
Ich habe ihn dann dahin lenken können, mit seinem behandelnden Arzt Kontakt aufzunehmen. Der stellt ihn jetzt mit seinen Medikamenten wieder ein (vermutlich höhere Dosierung) um einen Psychotischen Schub zu vermeiden.

Wer möchte als Energiearbeiter bitte die Verantwortung dafür übernehmen, wenn ein Psychisch labiler Mensch durch die Energiearbeit in der Klinik landet, oder der Depressive  aufgrund der Verstärkung und Bewusstwerdung der Ursache einen Suizid begeht?

Somit, bitte lasst die Finger weg von Energiearbeiten jeder Art bei Psychisch labilen Menschen.


Bei uns bei Questico heißt es dazu in unseren AGB´s:

4.5 Der Berater hat im Gespräch mit dem Kunden genau darauf zu achten, ob sich der Kunde in einer ungewöhnlich schwierigen Lebenssituation befindet oder es sich beim Kunden um eine leichtgläubige, unerfahrene oder psychisch labile Person handelt. Liegen aus Sicht des Beraters erste Anhaltspunkte hierfür vor, hat der Berater entweder das Gespräch sofort zu beenden oder den Kunden näher zu seiner persönlichen Situation zu befragen, um abschließend einschätzen zu können, ob der Kunde in der Lage ist, die Lebensberatung ohne erhebliche Einschränkungen in seiner Willensfreiheit fortzusetzen. Sollte der Berater in einem Gespräch erfahren, dass bei einem Kunden eine akute Gefahr für Leib und Leben besteht, hat der Berater umgehend Hilfe zu leisten, wenn nötig die entsprechenden öffentlichen Stellen zu informieren oder Krisentelefonnummern an den Kunden weiterzugeben.

Wer seine Lebensberatung verantwortungsvoll ausübt, kann am Gespräch, an der Tonlage, an der Stimmung, an der Fragestellung erkennen, ob so ein Anhaltspunkt vorhanden ist und dann nachfragen, bevor er was in Richtung Energiearbeit macht und dann besser ablehnen und den Menschen an entsprechende fachliche Therapeuten oder Einrichtungen verweisen.

Passt auf Euch, Eure Beratung und die Menschen auf, die sich uns anvertrauen.
Unser Beruf ist ein verantwortungsvoller Beruf.
In diesem Sinne Eure
Rosemarie Vahle  (Premiumberaterin auf dem Portal Questico)





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