Sonntag, 11. März 2018

Der Anfang vom Ende- Mangelgefühl als Ursache aller Probleme?

Der Anfang vom Ende- Mangelgefühl als Ursache aller Probleme?

Wir kommen immer wieder in Lebenssituationen, die ein Ende einer Situation bringt, das wir eigentlich nicht wollten.

Warum aber beenden wir etwas im Leben?
Weil wir in der Lebenssituation etwas vermissen, wir fühlen uns nicht wohl und erleben einen Mangel, den wir uns erhoffen, in neuen Lebensumständen ausgleichen zu können.

Sei es nun das „Fremdgehen“ nach langjähriger Ehe,  das Betrügen der Partnerin/des Partners aufgrund von sexueller Erfüllung, die nicht gefunden wird, sei es ein Kaufrausch, sei es ein übersteigerter Egoismus, sei es eine Eifersucht, eine Kontrollsucht, eine Umzugssucht, Alkohol- oder Drogensucht, Sexsucht  usw.

Die Ursache dieser  Denk- und Verhaltensmuster ist immer ein Mangelgefühl, welches ausgeglichen werden soll.
Doch der Weg des Ausgleiches ist der  falsche und führt nie zum positiven Endergebnis, sondern meist in noch mehr Verlust, was dann das Mangelgefühl noch mehr verstärkt.
Aber gehen wir die einzelnen Lebensbereiche gesondert an.
Fremdgehen:  Es herrscht das Gefühl vor, nicht genug sexuelle Erfüllung in der Beziehung/Partnerschaft/Ehe zu finden. Es wird nicht miteinander geredet. Keiner traut sich, dem anderen zu sagen, dass er sich mehr Sex wünscht.
So entsteht aus dem Mangelgefühl die Sehnsucht, Sehnsucht sucht und findet dann das im Außen, was im Innen, in sich selber oder der Beziehung/Partnerschaft/ Ehe scheinbar nicht erfüllt werden kann.
Nur einer oder sogar beide gehen dann den Versuch ein, und unterhalten heimliche Verhältnisse und leben ihre unerfüllten Sehnsüchte außerhalb aus. Dabei leben sich die Partner immer mehr auseinander. Und dann passiert, was keiner wollte. Einer verliebt sich wirklich in einen anderen und stellt fest, der andere könnte die Erfüllung sein, die dauerhaft den Vorstellungen entspricht.
Es kommt zur Trennung. Dann fragen sich viele, warum ist es dazu gekommen. Weil durch das Ausleben im Außen, eine rosafarbene Brille aufgesetzt wird, durch die nur noch die positiven Nebeneffekte gesehen werden. Die Konfliktreichen Problembereiche in der eigenen Partnerschaft aber schon sehr lange ausgeblendet worden sind.
Denn die Ersten Symptome sind schon lange sichtbar gewesen. Nur sie sind nicht wahrgenommen worden. Und nun kommt das Fremdgehen an die Oberfläche, es ist sichtbar und der Knall kommt. Und man ist ganz erschrocken, wie das denn passieren konnte.
Wenn aber ehrlich einmal zurückgeschaut wird, dann erkennt man die ersten Symptome, das Mangelgefühl schon sehr viel früher. Und wäre dieses Mangelgefühl zu Beginn bereits bearbeitet worden, wäre es vermutlich nicht zur Trennung gekommen. Aber man traute sich ja nicht darüber zu reden, weil man den anderen nicht verletzten wollte. Doch jetzt ist die gegenseitige Verletzung viel größer.
Vorbeugen heißt erkennen: In dem Moment wo der Wunsch nach einem anderen Partner das erste Mal aufkommt, kann schon hingeschaut werden und miteinander geredet werden.  Nicht streitvoll, nicht vorwurfsvoll, sondern in einer Art, wo geklärt werden kann, warum der Eine weniger Sex haben möchte, der andere aber mehr. Nur wenn beide Vorstellungen offen gelegt werden, kann eine Kommunikation stattfinden, bei der dann eine mögliche „goldene Mitte“ gefunden werden kann, mit der beide wieder konform gehen können. Die Krise ist abgewendet worden gleich zu Beginn.
Kaufrausch: Hinter dem Kaufrausch steht immer auch ein Mangelgefühl. Man wünscht sich mehr Lebensqualität,  mehr Ansehen, mehr Beachtung durch andere Menschen. Es wird gekauft, was das Zeug hält. Das Konto wird überzogen bis die Bank es schließt. Dann ist das Desaster da. Es geht nichts mehr. Kein Kaufen ist mehr möglich.  Und was nun? Das Mangelgefühl kann nicht mehr ausgeglichen werden, man wird reizbar, unzufrieden, es kommt häufiger zu Streitgesprächen.  Finanziell kommt die Notlage, Miete Strom, Rechnungen und Lebenshaltungskosten können nicht mehr bezahlt werden.
 Oder gibt es einen anderen Weg, die Anerkennung, die Beachtung zu finden?

Doch wenn in dem Moment, wo das Gefühl aufkommt, dieses oder jenes besitzen zu wollen, einmal dahinter geschaut wird, welchen Mangel dieser oder jener Gegenstand erfüllen soll, dann findet man leicht auch eine Alternative in sich selber und kann dieses Mangelgefühl mit anderen und persönlichen Aktivitäten ausfüllen. Beispiel: Jemand wünscht sich mehr Ansehen in der Nachbarschaft. Ok, das dicke Auto kann das zunächst einmal erfüllen, doch wenn das Geld nicht reicht, was der Unterhalt und die Finanzierung des Autos kosten, kann schnell dieser Traum wieder platzen. Besser wäre es, hinzuschauen,
Welchen Job habe ich?
Welche Talente schlummern in mir?
 Kann ich mich beruflich so weit fortbilden, dass ich eine besser dotierte Position innehaben kann?
Mit der besseren Position kommen dann automatisch das bessere Ansehen und meist auch die Möglichkeit des höherwertigen Fahrzeuges.

Übersteigerter Egoismus:  Dahinter steht immer eine Sehnsucht nach Kontrolle. Und eine Kontrollsehnsucht entsteht wieder aus einem Mangelgefühl heraus. Man hat Angst etwas zu verlieren, beginnt zu kontrollieren,  engt andere damit ein. Auf Dauer entzieht sich der Andere dieser Einengung und bricht aus. Damit hat man aber dann am Ende genau das Gegenteil von dem geschaffen, was eigentlich der Sinn war. Der andere entzieht sich der Kontrolle. Man selber verliert die Kontrolle über sich selber, wird jähzornig oder aggressiv. Man will den anderen durch noch mehr Einengung zwingen die eigenen Mangelgefühle auszugleichen. Doch die werden nur immer stärker, wie andere sich immer mehr distanzieren. Am  Ende steht der Egoist ganz alleine da.  Erst wenn das Mangelgefühl hinter dem Verhalten erkannt wird, kann dieses Mangelgefühl durch eigene Aktivitäten und Veränderung des eigenen Denkens und Fühlens ausgeglichen werden in sich selber. Dann ist dem Kontrollverhalten der Boden entzogen.

Umzugssucht:  Wie viele Menschen sind mehr als 10- 15-mal in ihrem Leben umgezogen, weil sie sich an dem Platz, an dem sie gerade leben, nicht wohlfühlen. Berufe, die einen dauernden Ortswechsel benötigen einmal davon ausgenommen.
Doch die Ursache liegt meist tief im Innern der Psyche. Wie kann denn diese Umzugssucht vermieden werden?

Hinschauen, warum fühle ich mich nicht wohl? Warum bin ich an diesen Ort gezogen?  Wollte ich da wirklich hin? Warum brauche ich immer wieder eine neue Umgebung?

Gibt es auch andere Möglichkeiten, meine sichtbare Umgebung zu verändern?
Ok, eine fehlgeführte Partnerschaft kann zu einem Rückzug führen, ein verlorener Arbeitsplatz und der neue liegen weiter weg. Das aber sind die Gründe die verständlich sind.

Aber selbst eine zerbrochene Partnerschaft muss nicht zwangsläufig einen räumlich weiten Umzug mit den Hindernissen, neuen Job suchen, Freunde verlassen usw. einhergehen.

Sobald ich in mir selber im Gleichgewicht bin, mir die Landschaft, die Stadt, der Job, der neue Freundeskreis  gefällt, kann der Umzug auch innerhalb der Stadt geschehen.
Wie oft höre ich in meinen Beratungen die Frage: „hilft ein weiter Umzug, um dem gewalttätigen Mann, dem Stalker, der Exschwiegermutter/Vater oder anderen Familienangehörigen, den Eltern usw. aus dem Weg zu gehen?

Im Endeffekt bringt der Umzug aber nicht immer die Erfüllung, denn Menschen, die uns nicht gut tun, können wir überall begegnen.  Und dann? Dann zieht man wieder um, um ggf. wieder in eine ähnliche Situation zu kommen.

So entsteht die Umzugssucht. Besser ist Abgrenzung zu lernen. Sich von den Menschen, die verletzten oder nicht gut tun, abgrenzen. In jeder Stadt, in jeder Region gibt es auch andere Menschen, die gut tun und hilfreich sind. Da hilft es oft, sich mal einen neuen Freundeskreis über ein neues Hobby zuzulegen.

Oder einmal die Möbel umzustellen, die Tapeten zu wechseln, und schon sieht die persönliche Umwelt anders aus und man fühlt sich wieder wohler.
Aber auch hier, hinter dem Wunsch umzuziehen finden wir wieder das Mangelgefühl… an dem Ort, an dem gerade gelebt wird, wird etwas vermisst, was sich andernorts  gewünscht wird.

Die Fragen, die sich aber gestellt werden sollten?

Was suche ich wirklich? Was fehlt mir? Kann ich das, was mir fehlt nicht am Ort finden? Kann ich das was mir fehlt auch in mir selber finden?
Hinschauen, was wirklich fehlt und das in sich selber entdecken, denn wo ein Mangelgefühl spürbar ist, liegt die Lösung immer gleich daneben. Sie muss nur gefunden  werden. 

Zu guter Letzt die Alkohol- und Drogensucht:  Hier ist das Mangelgefühl schon oft in der Kindheit zu suchen. Entweder hat einer oder beide Elternteile ihr Mangelgefühl schon mit Suchtmitteln kompensiert. Und dieser Lösungsweg wurde quasi von der Wiege auf gelernt.

Oder Mangel, Druck und ähnliches als Mangelgefühle sollen unterdrückt und verdrängt werden.

Auch hier gilt es zu fragen.  Was soll unterdrückt werden? Was soll nicht wahrgenommen werden?  Welche Empfindungen wünscht man sich?

Können die Drogen oder der Alkohol dieses fehlende Gefühl wirklich ersetzen? Nein!
Nur das Anschauen des Mangelgefühls und das Ausgleichen des Mangelgefühls auf realer Basis entzieht der Sucht das Fundament und kann sie lösen.

Ich könnte noch 100-derte Seiten darüber schreiben, doch hier möchte ich beenden.
Mangelgefühl- die Ursache aller Probleme?  Ja!

Schauen Sie hin, wenn Sie das Bedürfnis nach einem Ausgleich haben, was steht hinter dem Wunsch wirklich?

Ich helfe Ihnen gerne in einer Beratung, den Hintergrund hinter Ihrem Mangelfühl zu entschlüsseln in einem herzlichen von Herz zu Herz geführten Gespräch. Gemeinsam können wir Lösungsmöglichkeiten entwickeln- Doch umsetzen können nur Sie alleine diese Lösungswege.


 Ihre Questico Premiumberaterin Rosemarie Vahle 
Beratercode 7692


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